Wer sein Heim liebt, der schützt es entsprechend. Alarmanlagen sind fast so alt wie Einbrecher und sicher schon die alten Höhlenmenschen haben unerwünschten Gästen steine entgegen geworfen, damit diese Höhle 16 nicht betreten konnten. Doch in der Zeit entwickelten Einbrecher neue Methoden, unerwünscht in ein Haus zu gelange und auch Alarmanlagen entwickelten sich weiter. Dennoch haben die meisten klassischen Alarmanlagen einen großen Schwachpunkt, sie können in der Regel nur sehr passiv auf eine Bedrohung reagieren. Mit verlockender Beute wie Computern, Fernsehern und Smartphones, die sich innerhalb von Sekunden entwenden lassen, lassen sich die meisten Einbrecher nicht mehr von einem Alarm abschrecken. In der Regel sind die Besitzer nur mal eben für ein paar Minuten aus dem Haus, zum Beispiel um mit dem ausgebildetem Wachhund Gassi zu gehen, aktiveren für diese Zeit vielleicht gar nicht die Alarmanlage und schon können Einbrecher das Haus von seinen wertvollsten Geräten befreien. Doch wie kann man sich gegen so etwas schützen? Haben sich Alarmanlagen in den vergangenen Jahren überhaupt weiterentwickelt und kann man sich das als normaler Hausbesitzer überhaupt leisten? Wie kann man sein Sicherheitssystem aktiver werden lassen, wenn man nicht in Amerika lebt und keine Selbstschussanlage installieren darf?

Intelligente Häuser, intelligentere Sicherheitssysteme
Wer sein Haus auf ein sogenanntes Smarthome aufrüstet, der kann auch im höchsten Maße von modernen Alarmanlagen profitieren. Bei einem Smarthome sind alle Bereiche eines Hauses miteinander verbunden, also Fenster, Türen, Licht drinnen und draußen, Rollläden, Heizung und eben auch die Alarmanlage. SMARTHOME Copyrighrt by EiMSIG Praktisch ist, dass man alles bequem von einem Touchpanel aus steuern kann, so dass man mit wenigen Swipes und Gesten das komplette Haus unter Kontrolle hat. Doch wie wirkt sich das jetzt auf das Sicherheitssystem aus? Denn nur, weil das quasi zu einem intelligenten Haus gehört, bei dem vieles automatisch abläuft, heißt das ja nicht, dass die Alarmanlage effektiver arbeitet, oder etwa doch? Die Antwort auf diese Frage ist eindeutig: wenn sich Einbrecher mit einem Smarthome anlegen, dann ziehen sie in der Regel den Kürzeren.

Arme Einbrecher
Entscheidet sich ein Einbrecher für ein Smarthome, weil er zum Beispiel weiß, dass dessen Besitzer für ein paar Tage im Urlaub sind, dann steht ihm ein Kampf wie David gegen Goliath bevor, nur dass der Einbrecher leider nicht mit einer Steinschleuder bewaffnet ist und sehr wahrscheinlich den Kampf verlieren wird, denn das Smarthome wirft einem Einbrecher alles entgegen, was es hat und das auf recht pazifistische Art und Weise. Wie ein Igel nutzt es seine äußere Schale, um sich vor einem Einbrecher zu schützen und mindestens genug Zeit zu kaufen, so dass die Polizei rechtzeitig eingreifen kann. Einbrecher werden sofort von Sensoren und Kameras erkannt, wenn sie das Grundstück betreten. Handelt der Einbrecher Nachts, dann wird vom Smarthome direkt das Licht draußen eingeschaltet, damit sich der Einbrecher erstens beobachtet fühlt, zweitens vielleicht Angst bekommt und drittens, damit die Kameras ihn deutlich im Bild haben, um der Polizei und dem Gericht die Arbeit im Nachhinein zu erleichtern. Nähert sich der Einbrecher dem Haus, lässt sich nicht von dem Licht abschrecken und sieht die große, ungeschützte Fensterfront, die er nur einschlagen braucht, so lässt das Smarthome rechtzeitig die Rollläden runter, so dass der Einbrecher keine Möglichkeit hat, die Fenster direkt zu attackieren oder Schlösser zu knacken, bei denen es sich übrigens um elektronische Sicherheitsschlösser handelt. Gleichzeitig alarmiert das Smarthome seine Besitzer über ihr Smartphone, da es mit dem Internet verbunden ist, so dass diese die Polizei rechtzeitig benachrichtigen können. Diese hat dann genug Zeit den Einbrecher auf frischer Tat zu ertappen oder zumindest zu verscheuchen. Ist die Gefahr gebannt, so fährt das Smarthome die Sicherheitsmaßnehmen wieder zurück und wirkt nach außen hin wie ein normales, unscheinbares Haus.